Die zu behandelnden Flächen dürfen z. B. keine Verunreinigungen aufweisen, so dass folgende Arbeitsgänge vor Durchführung der anodischen Oxidation zu empfehlen sind:

  1. Entfetten mit geeigneten Entfettungsmitteln (kann ggf. bei geringen Verunreinigungen entfallen),
  2. Spülen in Wasser,
  3. Behandlung in einer wässrigen Lösung von 20 Vol.-% HNO3 (65 %-ige Salpetersäure) und 2 Vol.-% HF (40 %-ige Fluss-Säure) Tauchzeit 0,5 bis 2 Minuten, je nach gewünschter Oberflächenstruktur,
  4. Spülen in Wasser,
  5. Anodische Oxidation.

Es sei darauf hingewiesen, dass beim Umgang mit ätzenden Flüssigkeiten die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten sind.

Fluss-Säure ist hochgiftig, sehr stark ätzend, mit Wasser mischbar, hygroskopisch und sehr reaktionsfähig. Die Dämpfe sind schwerer als Luft und von stechendem Geruch. Sie reagieren mit verschiedenen Metallen unter Wasserstoffentwicklung. Die Säure verursacht schlecht heilende Wunden auf Haut, Augen und Schleimhäuten sowie Nagelbettentzündungen (Warnwirkung fehlt!), die zu großer Schmerzempfindung führen.

Die Verätzungen bleiben auf der Haut oft tagelang unsichtbar! Die Verätzungen bleiben auf der Haut oft tagelang unsichtbar!